Peter Briining (1929-1970) erlebte als einer der jiingsten Vertreter des deutschen Informel bereits in den fiinfziger Jahren internationale Anerkennung. In seinem umfangreichen Werk behauptet die Zeichnung neben der Malerei nicht allein eine begleitende Stellung. Sie ist selbstaindiger Intentionstrager von ausgepragter Dichte und ideenreicher Fundus, gespeist aus sprudelnden Quellen permanenter Inspiriation.
Peter Briining (1929-1970) erlebte als einer der jiingsten Vertreter des deutschen Informel bereits in den fiinfziger Jahren internationale Anerkennung. In seinem umfangreichen Werk behauptet die Zeichnung neben der Malerei nicht allein eine begleitende Stellung. Sie ist selbstaindiger Intentionstrager von ausgepragter Dichte und ideenreicher Fundus, gespeist aus sprudelnden Quellen permanenter Inspiriation.
Zunachst entstanden Pinseltuschzeichnungen, die an die Technik der ostasiatischen Kalligraphie denken lassen. Eine zusatzliche Bedeutung erhieh die Zeichnung um 1964 in der Ubergangsphase vom rein formalen Interesse Briinings an schematischen Darstellungen und Symbolen zum inhaltlich gebundenen Zeichen und dessen Funktion als Informationstrager. Diese experimentelle Phase des Wandels kiindigte sich zunachst im Bereich der Papierarbeiten an, bevor deren Ergebnisse ihren Niederschlag in Bildern groBeren Formates fanden. Keineswegs als Skizzen oder Vorzeichnungen im iiblichen Sinne anzusehen, breiten sie ein Frillhorn neuer Formenvielfalt in explosiver Farbigkeit aus. Die Hinwendung zu Problemen zeichenhafter Bildfindungen charakterisiert die spateren Werke des Kunstlers und fiihrte in der Beschaftigung mit kartographischen Elementen zu einer neuartigen Interpretation von Seherlebnissen und einem im Hinblick auf Natur und Umweh visionar anmutenden Formenvokabular. Das Medium Zeichnung bewegt sich bei Brfining zwischen Dramatik und Poesie, in deren Spannungsfeld ein ungewohnlich geschlossen wirkendes Werk zum Ausdruck kommt.
Das vorliegende Werkverzeichnis bietet mit seiner ausffihrlichen Dokumentation, der Ffille von Abbildungen und Detailinformationen ein unvergleichliches Nachschlagewerk zu diesem grundlegenden Bereich des Brfiningschen Euvres.
Marie-Luise Otten
Einleitung
Biographie -
Stationen und Bilder eines Lebens
Peter Briining-
Zu einer Semiologie von Natur und Landschaft
Norbert Nobis
Peter BrUning-
Die informellen Papierarbeiten
Pierre Restany
Das Wunder vom Rhein
Arbeiten auf Papier -
Abbildungen
Marie-Luise Otten
Das zeichnerische Werk -
Eine Typologie
Kleine Formate - a955 und a956
Kalligraphie - a957
Kraftvoller Pinselgestus - 1958
Often und geschlossen - 1959 und a96o
Farbe und Zeichen - a96a
Skripturale Phase - 1962
Kiirzel, Gesten und Zeichen - a963
0bergangsphase - 1964
Legenden - 1965 und 1966
Studien und Skizzen zu Objektbildern -
a966 his a969
Studien und Skizzen zu Objekten -
1966 bis 1969
Umleitung- 1969 und 197o
Werkverzeichnis
Vorbemerkung
Die Zeichenfliichen - Papiere und ihre MaBe
Die Mittel - Zur Technik der Biiitter
Signatur- Eine Bestandsaufnahme
Verbieib und Zustand - Umschreibung der Defizite
Auflistung nach Entstehungsjahren
Die Zeichnungen (Z 1 bis Z 1533)
SkizzenbiJcher
Anhang
Quellentexte
Einzel- und Gruppenausstellungen
Zeichnungen in 5ffentlichem und privatem Besitz
Bibliographie